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#16 RE: Ehrenbezeigung von Fw Pico 12.06.2013 11:10

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Ich gehe jetzt mal davon aus das wir vom Jahr 1813 sprechen.
Das grüßen wird von einfachen Soldaten und gar von Uffz. durch Still Gestanden praktiziert.
Offiziere grüßen sich wenn überhaupt immer mit Links. da sie in der rechten Hand den Degen führen.
In Frankreich wird das grüßen gar durch heben des Hutes praktiziert mit der linken.
Bei den Berittenen Freunden gehe ich vom Ursprung im Mittelalter aus.
Wie ich schon erwähnte schlossen Ritter ihr Gesichtsschutz mit der rechten da sie Links ihr Schild trugen.
Warscheinlich hat sich das traditionell bei der Reitterei gehalten.

#17 RE: Ehrenbezeigung von Jäger K. 02.07.2013 23:53

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mhm...
so richtig erledigt ist das Thema nicht....
gibt's es keine genaue Erklärung? (Nachweis)

#18 RE: Ehrenbezeigung von Grenadier 03.07.2013 11:07

Das Grüßen betrifft lediglich die Offiziere.

Mannschaften und Uoffz. grüßen durch Frontmachen sprich Stillgestanden dem zu grüßenden Offizier bzw Uoffz. zugewandt.

Zu Pferd wird mit rechts gegrüßt, da links die Zügel gehalten werden. Zu Fuß mit links, da keine Zügel gehalten werden müssen.

#19 RE: Ehrenbezeigung von Jäger Heiner 03.07.2013 16:12

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Habe mich zum Thema weiter Informiert und bin nun hierauf gestoßen. "Des Königs Treuer Diener" von Martin Guddat Zitat: Der typische Gruß durch Anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung, der das Abnehmen des Hutes andeutet, wurde erst 1817 eingeführt. Zur Zeit Friedrich Wilhelms l. grüßten die Mannschaften im Freien wie in geschlossenen Räumen durch Abnehmen der Kopfbedeckung mit der rechten Hand, wobei der Hut seitwärts mit leicht kekrümmtem Arm in Kinnhöhe gehalten wurde. Die Offiziere hielten den Hut in der rechten Hand am nach unten gestreckten Arm.
Ab 1742 verfügte Friedrich ll., dass kein Offizier den Hut abzunehmen habe, wenn er ein Sponton führte. Mit dem Sponton grüßte der Offizier im Vorbeimarsch durch Absenken der Spitze bis in Bodennähe. Stand er vor der Front, senkte er den die Waffe haltenden Arm seitwärts aus, den Daumen an der Stange nach oben gerichtet. Stand er in der Frond, winkelte er den Arm an und zog die Waffe an sich, die Hand auf Schulterhöhe.


Deine Antwort ist natürlich schlüssig und verständlich. Wo ihast Du sie her ?

#20 RE: Ehrenbezeigung von Grenadier 03.07.2013 21:14

Kling, Constantin, Das Altpressische Heer, Teil IV Band 1, Seite 219

A.K.O. vom 4.5.1802
„.........Bey dieser Gelegenheit wollen Allerhöchstdieselben gleichfalls in Absicht sämmtlicher Officiere ohne Unterschied des Ranges festsetzen, daß, wenn sie die Schärpe umhaben das bisherige Hutabnehmen bey ihnen, es sey vor wem es wolle, mit oder ohne Esponton und in und außer Dienst ebenfalls ganz wegfallen soll; dagegen aber sollen sie in allen Fällen, wo das Hutabnehmen bis jetzt gebräuchlich gewesen, solches dadurch ersetzen, daß sie, wenn sie zu Fuß sind, die linke Hand, und wenn sie zu Pferde, die rechte Hand horizontal über den linken oder rechten Auge an den Hut halten. Wenn sich jedoch ein Officier in einem Hause zu melden hat, oder überhaupt in ein solches eintritt, so bleibt es wie bisher“

#21 RE: Ehrenbezeigung von Jäger K. 03.07.2013 22:00

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na das ist doch mal eine klare Aussage

#22 RE: Ehrenbezeigung von Jäger Heiner 04.07.2013 12:44

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Danke

#23 . von Fw Pico 02.08.2013 14:06

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.

#24 RE: . von Constantia 10.09.2013 17:12

Wie seht ihr eigentlich das Thema in der Praxis? Rein millitärisch gibt es die hier erläuterten Vorschriften, welche in der Theorie verpflichtend sind. Heißt das aber nun, das auf Veranstaltung streng nach Vorschrift jeder in der entsprechenden Uniform gegrüßt wird/gegrüßt werden sollte? Hab ich so bislang eher wenig beobachten können. Zumeist wird (meine Beobachtungen) auf persönliche Freund-/Feindschaften oder auf gute/schlechte Uniformierung geachtet und dem entsprechend gegrüßt oder auch nicht.

#25 RE: . von Jäger Heiner 10.09.2013 17:27

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Ja leider, aber das ist so ein ding an dem man ja arbeiten sollte meine Meinung nach. Den irgendwie hätte das doch was.

#26 RE: . von Frettchen 10.09.2013 17:38

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Dann mal kurz ein Nicht-militärischer Einwurf:
Wie reden wir dann die Frauen ohne Haube (tendentiell dürfte es sich um eine Hure handeln) an???

#27 RE: . von Constantia 11.09.2013 09:05

Historisch wäre das ja eher ein Subjekt, welches man weitesgehen ignoriert..... es sei denn Mann ist an einer gewissen Unterhaltung interessiert. Praktisch im Biwak, wäre es eine pure Provokation mit der man sich sicherlich eine Backpfeife einfängt oder Schlimmeres.

Am letzten Wochenende habe ich bereits einige aufgerissene Augen gesehen, als es in geselliger Runde um Kleidung ging und ich erklären durfte, dass das Chemise (welches gern durch seltsame moderne Blusen ersetzt wird) Unterwäsche ist. Bewußt habe ich mir verkniffen zu erwähnen, das man sich damit in eine gewisse Ecke stellt. Ein Stigma, welches wohl niemand gern auf sich zieht.

#28 RE: . von Saxari 11.09.2013 18:54

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Interessante These, eine Frau die im Biwak ohne Haube herumläuft, steht, sitzt etc. etc., als Hure zu bezeichnen! Das Ganze aus zwei verschiedenen Sichtweisen, erstens alltagshistorisch, da steht der Beweis auch in der Literatur noch aus (Ich weiß, jetzt werden alle möglichen Bücher gewälzt. Sekundärliteratur ist aber des Historikers Tod!), zweitens formal juristisch nach § 186 StGB (Üble Nachrede...). Ich wäre da vorsichtig. Neurdings fühlen sich viele im Hobby sehr schnell auf die Krawatte gelatscht!

Saxari

#29 RE: . von Onkel Hu 11.09.2013 19:26

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Richtig laßt doch etwas ,aber nicht zuviel Luft.

#30 RE: . von Jäger K. 11.09.2013 22:45

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bedeutet das jetzt, wenn ich, eine Frau die ohne Haube im Biwak ist, grüße in dem ich 2 Finger an meine Kopfbedeckung nehme mich schon in Preisverhandlungen befinde? oder ist das dann formaljuristisch ein Anbahnungsgespräch?

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